Selbstständige Publikationen |
Toleranz als Grundlage politischer Chancengleichheit - Eine ideengeschichtliche Spurensuche. Überlegungen mit Blick auf die schweizerische Verfassungsordnung (Habilitationsschrift, Zürich/St. Gallen 2017)
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Reformation: Glaubenswahrheit statt Toleranz Algernon Sidney: Recht auf politische Veränderung Sidney_Recht_auf_politische_Veränderung.pdf Rousseau: Gleichheit statt Toleranz Wer über Demokratie spricht, schmückt seine Ausführungen gerne mit einem Verweis auf Rousseau. Doch mit Rousseau einher geht ein grosses Missverständnis: Weder will Rousseau zurück zur Natur, noch will er eine freiheitliche Demokratie verwirklichen. Seine Vorbilder sind das antike Sparta, die römische Republik, Platon und Augustinus. Rousseau meint sich im Besitz der Wahrheit - noch nie hat ein Mensch so viel Wahrheit erkannt wie er - und dieser Wahrheit soll mit allen Konsequenzen zum Durchbruch verholfen werden. Rousseau_Gleichheit_statt_Toleranz.pdf |
Gemäss Thomas Paine muss (nur) Einigkeit unter den Bürgern herrschen, die Grundprinzipien der Verfassung zu unterstützen sowie unfaire Verfahren und despotische Massnahmen abzulehnen. Dazu muss sich aber jeder Stimmberechtigte zunächst als Mitglied der Republik verstehen und erst dann als Mitglied einer Partei. Unabhängig von der politischen Zusammensetzung der Behörden ist es von gleicher Wichtigkeit für alle Parteien, dass die Geschäfte nach den vorgesehenen Prinzipien und Verfahren erledigt werden. Andernfalls gründen Gesetze und Beschlüsse auf Parteilichkeit und nicht auf Gerechtigkeit. Gesetze und Beschlüsse sind dann nichts anderes mehr als Vergeltungsschläge der einen gegen die andere Partei, «and instead of being a republic of free citizens, we shall be alternately tyrants and slaves». Zweiter Teil: Ideengeschichtliche Spurensuche - 5. Kapitel: Resümee Die Verwirklichung des Grundsatzes der politischen Toleranz führt dazu, dass sich die Stimmberechtigten in einer Demokratie wechselseitig als gleichwertig anerkennen, obschon sie als Individuen verschieden sind. Die Stimmberechtigten sind alle in gleicher Weise von der Anerkennung durch die anderen Stimmberechtigten abhängig. Dieses unsichtbare Anerkennungsgeflecht bildet jenes Fundament, das für die Verwirklichung eines unparteilich funktionierenden Mehrheitsprinzips und damit politisch chancengleiche Entscheidverfahren vorausgesetzt wird. Toleranz_als_Grundlage_5.Kap._Resüme.pdf
Dritter Teil: Überlegungen mit Blick auf die schweizerische Verfassungsordnung - 1.Kapitel: Demokratiegebot als Verfassungsgrundlage, 2.Kapitel: Verständnis der Toleranz Toleranz heisst nicht Haltungslosigkeit. Dulden bedeutet nicht eine indifferente Anerkennung jeder Meinung und jeder Gruppierung, sondern solche Meinungen oder Gruppierungen trotz ausdrücklicher und geäusserter Ablehnung nicht staatlich zu verbieten und zu unterdrücken. Toleranz_als_Grundlage_Dritter_Teil_Kapitel_1und2.pdf |
Bundesstaatliche Einheit und kantonale Demokratie – Die Gewährleistung der Kantonsverfassungen nach Art. 51 BV, Zürcher Studien zum öffentlichen Recht Bd. 160, Zürich 2004 |
Beiträge und Kommentierungen |
Transparenz bei der Politikfinanzierung – Die Rolle der Exekutive bei der Umsetzung einer transparenten Finanzierung von Abstimmungen und Wahlen – ein unlösbares Dilemma? [mit Rahel Altmann], in: Nadja Braun Binder/Lars P. Feld/Peter M. Huber/Klaus Poier/Fabian Wittreck (Hrsg.), Jahrbuch für direkte Demokratie 2023/2024, Baden-Baden 2025, S. 11 ff. |
Kommentierung zu Art. 4 BPR [mit Rahel Altmann], in: Andreas Glaser/Nadja Braun Binder/Corsin Bisaz/Bénédicte Torney Schaller (Hrsg.), Onlinekommentar zum Bundesgesetz über die politischen Rechte (Version vom 22.08.2023) |
Recht und Bürgernähe – Kein Widerspruch in: Kompetent in Behörde und Verwaltung. Mit Beiträgen von 34 hochkarätigen Autorinnen und Autoren aus Politik, Verwaltung und Wirtschaft, 2. Auflage 2022 |
Befangenheit bei Überkreuz-Beurteilungen – Zur Ausstandspflicht bei der Behandlung von Filmförderungsgesuchen, in: Jusletter 31. Mai 2010 |
Vorbemerkungen zu Art. 1–8: Grundlagen, in: Isabelle Häner/Markus Rüssli/Evi Schwarzenbach (Hrsg.), Kommentar zur Zürcher Kantonsverfassung, Zürich 2007, S. 30ff. |
Artikel 1 (Kanton Zürich), Artikel 4 (Zusammenarbeit) in: Isabelle Häner/Markus Rüssli/Evi Schwarzenbach (Hrsg.), Kommentar zur Zürcher Kantonsverfassung, Zürich 2007, S. 36 - 45; S. 64 - 70 |
Artikel 132 (Grundsätze), Artikel 133 (Teilrevision), Artikel 134 (Totalrevision), in: Isabelle Häner/Markus Rüssli/Evi Schwarzenbach (Hrsg.), Kommentar zur Zürcher Kantonsverfassung, Zürich 2007, S. 1254ff. |
Die kantonale Verfassungsinitiative – Ausfluss des Selbstkonstituierungsrechts des Volkes und Anforderung des Bundes an die Kantone, ZSR 2007 I S. 3 ff. |
Wahlkreisgrösse und Parlamentswahlsystem – Leitgedanken zu den bundesrechtlichen Anforderungen an die Ausgestaltung der kantonalen Parlamentswahlen, in: Jusletter 14. August 2006 |
Der jurassische Wiedervereinigungsartikel und die Bundesversammlung als «Hüterin der bundesstaatlichen Einheit» – Die Verweigerung der Gewährleistung aus staatspolitischen Gründen, in: Isabelle Häner (Hrsg.), Nachdenken über den demokratischen Staat und seine Geschichte – Beiträge für Alfred Kölz, Zürich 2003 |
Existiert ein ungeschriebenes Grundrecht auf Einbürgerung?, in: Patricia Schiess Rütimann (Hrsg.), Schweizerisches Ausländerrecht in Bewegung?, Zürich 2003 |
Herausgeberschaft |
Omar Abo Youssef/Andrea Töndury (Hrsg.), Der Schutz polizeilicher Güter - Entwicklungen und Spannungsfelder, APARIUZ Bd. 13, Zürich 2011 |
Rezensionen |
Besprechung von Corina Fuhrer, Die Umsetzung kantonaler Volksinitiativen, in: Jahrbuch für direkte Demokratie 2019, hrsg. v. Nadja Braun Binder et al., Baden-Baden 2020, S. 334 ff. |
Besprechung von Andreas Kley (unter Mitarbeit von Christian Kissling), Verfassungsgeschichte der Neuzeit – Grossbritannien, die USA, Frankreich und die Schweiz [mit Isabelle Häner], in: SJZ 101 (2005), S. 231 f. |
Verfassungsgeschichte als Verständnisgrundlage für das heutige Staatsrecht – Rezension, Besprechung von Alfred Kölz, Neuere schweizerische Verfassungsgeschichte – Ihre Grundlinien in Bund und Kantonen seit 1848, in: Jusletter 21. Juni 2004 |
Weiteres (Auswahl) |
Demokratie heisst den Gegner anerkennen, in: Schweizer Monat, März 2024 |
Gutachten vom 13. Juni 2012 zu den Fragen der Verfassungsmässigkeit des geltenden Grossratswahlverfahrens (Majorz) und der bundesrechtskonformen Umsetzung der Initiative ''Proporz 2014'' im Kanton Graubünden (Überparteiliches Bündner Komitee ''Proporz 2014'') |
Konstruktives Referendum (Gegenvorschlag): 'Majorz: Kopf- statt Parteiwahlen', nicht puliziertes Kurzgutachten zur Rechtmässigkeit, Kanton Ni dwalden 2012 |
Direkte Demokratie in der Informationsgesellschaft: Herausforderungen für den Kanton Aargau (zusammen mit Nico van der Heiden, Stefanie Schwab Cammarano, Sven Engesser, Regula Hänggli, Andreas Auer, Frank Esser, Daniel Kübler), Zentrum für Demokratie Aarau (zda), 2011 |
Leitfaden zur Umweltrechtskonformität, Fragenkatalog für KMU (Überarbeitung), ÖBU 2006 |
Abkehr vom «Gärtlidenken», Tagblatt der Stadt Zürich vom 3. Januar 2018 |
Zuger fordert ein neues Wahlsystem, Urner Wochenblatt, 18. Juli 2015 |
Kommission will Bundesgericht ausbremsen, Bote der Urschweiz, 18. April 2015 |
«Es wird vermehrt versucht, radikale Anliegen zu verwirklichen», Der Bund, 11. Dezember 2013 |